Links Wilson, der Gründer der Schule und Matthias (rechts) im GesprächLiebe Freunde,

ich möchte in meinem heutigen Bericht etwas über unsere diesjährige Oktoberreise nach Tansania erzählen. Meine Frau und ich waren mit drei weiteren Unterstützern des Schulprojektes zehn Tage in Tansania unterwegs. Die Zeit war angefüllt mit vielen Erlebnissen, warmherzigen Begegnungen und sehr nachhaltigen Eindrücken. Unter anderem besuchten wir ein Massaidorf in der Nähe und konnten hautnah das einfache Leben der Massai kennenlernen.

Den kompletten Bericht gibt es hier auch als PDF zum speichern und weiterschicken.

An den kommenden beiden Wochenenden können Sie uns am Liebenberger Weihnachtsmarkt besuchen - wir sind am 02.12./03.12. sowie am 09.12./10.12. mit bis zu drei Vereinsmitgliedern und einem eigenen Stand vor Ort und beantworten gerne Ihre Fragen (weitere Informationen am Ende des Artikels)! Der Gewinn fließt direkt in das Projekt.

Fern jeder Beurteilung hier ein kurzer Eindruck. In Hütten von etwa zehn Quadratmetern lebt eine von fünf Frauen des Massaimannes mit ihren sechs oder mehr Kindern. Viel Komfort bedeutet ein Bett aus Ziegenhaut, anderenfalls wird auf dem blanken Hüttenboden geschlafen. Über einer offenen Feuerstelle in der Hütte wird gekocht. Die Rauchbelästigung ist unvermeidbar und führt oft zu Atemwegserkrankungen. Eine kleine Bank aus Holz ist das einzige Möbelstück, Lebensmittel und Kochgeschirr stehen auf dem Boden.

 Mehrere Massai Hütten in der Steppe Eine Hütte von Innen, links und rechts sind jeweils Schlafplätze 

Die nächste Wasserstelle kann zehn Kilometer entfernt sein und ist nur zu Fuß erreichbar. Das kostbare Wasser wird ausschließlich zum Kochen und Trinken verwendet. Wäsche waschen und Körperpflege werden zum unerreichbaren Luxus, da dafür kaum Wasser übrig ist. Wenn man als "Tourist " dieses mit wunderschönen Naturreichtümern gesegnete Land bereist, werden einem diese Einblicke verborgen bleiben. Darum ist diese, unsere Schule soooo wichtig! Denn nur das Wissen über Zusammenhänge macht nachdenklich und ist der erste Schritt zu Veränderungen. Aber lasst Euch ein auf die vielen Eindrücke von Gertrud und Helmut Buchröder, die uns auf dieser Reise begleitet haben.

Hier ihr Bericht:

Unsere Reisetruppe & Rose (die Schulleiterin (links)) vor einem der Schulgebäude

Heute haben wir, Gertrud und Helmut Buchröder, die Gelegenheit über unsere Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen unseres ersten Besuches in Afrika, in Tansania und an unserer Schule in Losimingori zu berichten. Durch Bilder, Berichte und Erzählungen unserer Mitstreiter waren wir schon im Vorfeld neugierig und gespannt, was uns wohl erwarten wird.

In Arusha nachts angekommen, wurden wir von Wilson und Mtemi am Flughafen abgeholt. Schon bei der ersten Begegnung mit Wilson, einem offenen lachenden Menschen, entstand eine freundschaftliche und herzliche Atmosphäre. Nach einem Tag der Einkäufe und eines sehr bewegenden Besuches der Kinder und Mitarbeiter des Waisenhauses von Sister Angelika in Arusha haben wir am Dienstag mit Wilson die Reise nach Losimingori angetreten. Wir wurden von Rose begrüßt, bezogen unser „Heim für 3 Tage“ und waren positiv überrascht, was sowohl die Vorbereitungen unserer Gastgeber als auch die örtlichen Gegebenheiten betrifft. Danach haben wir „unsere Schule“, wir sind ja erst kurze Zeit an der Realisierung der Objekte beteiligt, angesehen. Es ist wirklich toll, was inzwischen in Losimingori entstanden ist und mit Leben, lernenden und lachenden Kindern, engagierten Lehrern und mit der Familie von Wilson und Rose erfüllt wurde. Auch wir sind schon ein wenig stolz, wenn auch nur kurze Zeit dabei, mitgeholfen zu haben.

Matthias und ich haben am nächsten Morgen am Assembly teilgenommen und den Eifer der Kinder und die gute Organisation des Tagesbetriebes durch die Lehrer beobachten können. Der Höhepunkt des Tages sollte jedoch die Einweihung des DORM` s (Unterbringung) für die Jungen werden. Schüler und Lehrer hatten sich gründlich auf Vorführungen  und ein Mittagessen vorbereitet. Sowohl örtliche Funktionsträger als auch eine Vielzahl von Eltern der Schüler waren eingeladen und haben teilgenommen. Die Ausführungen von Wilson, der äußerst klug und geschickt örtliche Vertreter und die Eltern in das bisher Erreichte und die Ziele der Schule einbezog, und die Vorführungen der Schüler haben diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Eine große Freude und damit lauter Jubel war mit der Übergabe des Volleyballnetzes und der Bälle zu beobachten. Auch diese Dinge sind wichtig und tragen zur Motivation und zur Verbesserung der Lebensqualität der Kinder an der Schule bei. Die anschließende Besichtigung des DORM ́s war insbesondere durch das große Interesse der Eltern der Schüler geprägt. 

Einmal in der Woche versammeln sich alle Schüler zur Assembly - es wird gemeinsam gebetet und die Nationalhymne gesungen. Schüler präsentieren traditionelle Tänze Endlich ein Volleyballnetz!  Die Eröffnung des neuen Dorms 

Am darauffolgenden Tag habe ich (Helmut) eine Stunde am Unterricht teilgenommen. Es war für mich erstaunlich und erfreulich, mit welchem Eifer und Interesse sich die Jungen und Mädchen am Unterricht beteiligt haben. Die gestellten Aufgaben wurden mit Fleiß und großer Konzentration erledigt. Liebe Mitstreiter, Unterstützer und Spender, unsere Mühe und Arbeit lohnt sich unbedingt und wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen.

Wir haben zum Tagesausklang noch eine Massaisiedlung im Umfeld der Schule besucht. Wenn man das Leben dieser Menschen kennengelernt hat, begreift man wie wichtig unser Engagement, insbesondere für die Ausbildung der Kinder der Massai ist und man denkt intensiver über die Werteskala des eigenen Lebens und die Verantwortung gegenüber anderen Menschen nach.

An 3 Tagen haben wir auch einige touristische Ausflüge (Ngorongoro Krater mit seinen Wildtieren, Dorf im Massaigebiet mit Bananenplantagen und Reisfeldern, Lake Natron) unternommen und die Schönheit dieses Kontinents kennengelernt. Ein weiteres Highlight war unser Besuch der Schule von Schwester Angelika in Malambo. Wir haben bereits in Arusha Sarah und Dirk, die Mitarbeiter von Sister Angelika, kennengelernt. Die beiden haben uns mit großer Herzlichkeit und Wärme in Malambo begrüßt und uns die Volontäre aus Deutschland (junge Menschen und Christen auf die wir mit Recht stolz sein können) vorgestellt und selbst gebackenen Kuchen serviert. Nach einer eindrucksvollen Besichtigung der Schule und einem abendlichen Meeting mit den Schülern der Primary School haben wir ein gemeinsames Abendessen mit anschließender Diskussion unserer Vorhaben in Losimingori durchgeführt. Wir konnten viele Anregungen für unsere künftigen Aufgaben mit auf den Weg nehmen. Der Abschied nach dem Frühstück am nächsten Tag war ebenso herzlich wie der Empfang am Vortag. Wir werden stets mit Bewunderung und Stolz an diese Menschen denken. Das waren unsere Eindrücke des ersten Besuches eines armen Landes mit stolzen Massai und jungen Menschen aus Deutschland, deren Hilfe zur Selbsthilfe wichtig ist. Unsere Unterstützung zur Selbsthilfe durch Realisierung unserer Objekte ist ein ganz wichtiger Beitrag zur Entwicklung eines lebenswerten Lebens in diesem Land und auf dem ganzen Kontinent. Wir haben die Verpflichtung, diesen Menschen etwas zurückzugeben!

 

Zu Besuch im Waisenhaus von Sister Angelika Waisenkinder im Haus von Sister Angelika Abschied von Freunden

Liebe Freunde, diesem Bericht bleibt mir nichts hinzuzufügen. Auch nach vielen Reisen in das schöne Land Tansania kann ich die beschriebenen Eindrücke nachvollziehen und bestätigen. Ganz besonders berühren mich die Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die mich immer wieder neu motivieren, ihnen auf ihrem Weg mit meiner Kraft zu helfen. Wenn ich Eure Herzen erneut für die Kinder in Losimingori öffnen konnte, so würde mich das sehr freuen. Großartiges ist vollbracht! Weitere Schritte sind zu tun, um den Schulcampus arbeitsfähiger zu machen. Das neue Schuljahr steht vor der Tür und viele Kinder hätten so gern einen Platz an unserer Schule. Aber oftmals können sie sich einen Schulbesuch nur mit Eurer Hilfe leisten. Auch in diesem Jahr werden wir wieder auf dem Liebenberger Weihnachtsmarkt präsent sein. Am ersten und zweiten Adventswochenende seid Ihr herzlich zu einem Besuch an unserem Stand eingeladen. Bei einer heißen Tasse Lumumba, Kaffee oder dem typischen Massaitee lässt sich gut über unsere Arbeit plaudern.

Liebe Grüße Matthias Görlitz

Wilson hält eine Rede zur Eröffnung des neuen Dorms Feierliche Stimmung bei den Gästen ... ... wohin man auch schaut!  Schüler und Lehrer haben sich gemeinsam ein buntes Programm überlegt ...
... mit verschiedenen Tänzen ... ... und traditionellen Zeremonien. Die Schüler erarten gespannt die Eröffnung des Dorms. Bisher standen die Betten noch in einem Klassenzimmer - jetzt nicht mehr!
Für alle Gäste gibt es Essen ... ´... Momentan wird noch hier gekocht ... ... das soll sich aber in Zukunft ändern. Matthias vertieft im Gespräch.

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